Haute Couture
Haute Couture bedeutet übersetzt so viel wie „gehobene Schneiderei“. Sie verkörpert die exquisiten, einzigartigen und maßgeschneiderten Kreationen großer Modeschöpfer. Unteranderem ist sie der Grundstein für neue Modekreationen. In Paris, London und Mailand wird diese Mode präsentiert. Heutzutage wird sie auch in Museen und Ausstellungen gezeigt. Das Ausgangsmaterial für Haute Couture ist immer die St. Gallerstickereierzeugnisse. In den Jahren 1857/58 war der Engländer Charles Frederick Worth, einer der Ersten, die Haute Couture in seinem Modehaus präsentierte. Die teuren Modelle waren damals für gut betuchte Kunden vorbehalten. Wie zum Beispiel: Kaiserin Eugénie, Königin Victoria, Kaiserin Elisabeth von Österreich und die Fürstin von Metternich wurden mit Worths Kleidern ausgestattet bzw. eingekleidet. Charles Worth übte eine sehr große Rolle auf spätere Modedesigner aus. Im Jahr 1868 wurde die französische Haute Couture in der „Chambre Syndicale de la Couture Francaise“ begründet. Die Umbenennung in „Chambre Syndicale de la Couture Parisienne“ erfolgte im Jahr 1911. Hier wird das weltweite Interesse des Schneiderhandwerks vertreten und unterstütz. Im 20. Jahrhundert hatten unteranderem Yves Saint Laurent, Christian Dior und Coco Chanel einen großen Einfluss in der Modewelt. Seit der Entstehung der Haute Couture ist Paris das internationale Zentrum der Modewelt und wird es auch weiterhin wohl bleiben.

Die Haute Couture Schauen

Die Chambre legt feste Kriterien vor, damit sich ein Modehaus Haute Courture nennen darf. Die Designer müssen sich jedes Jahr neu bewerben und werden streng geprüft. Die vier Kriterien sind:

- Man muss 25 Angestellte haben
- Die Kreationen müssen 2 mal im Jahr in Paris vorgestellt werden
- Mindestens 35 unterschiedliche Kreationen enthalten, die alle Unikate sind
- Für die Kleider dürfen nur hochwertige und exklusive Materialien verwendet werden

Wichtig ist auch das alles aufwändig verarbeitet wird. Unteranderem organisiert die Chambre die Schauen und legt den Titel „Maison de Couture“ anhand der Kriterien fest. Bei den Schauen gibt es keine Busse, wie bei der Pret-á-Porter, sondern hier kommen die Gäste mit ihren Limousinen oder einem anderen Gefährt. Für die Haute Couture sind die Eintrittskarten streng limitiert und daher sehr begehrenswert. Nach vier Tagen „Mode“ wird der letzte Tag den Schmuckkreationen gewidmet. Die bekanntesten Modeschöpfer, die jedes Jahr bei Haute Couture Schauen dabei sind, unteranderem Karl Lagerfeld, Coco Chanel und Christian Dior. Es gibt aber noch viele andere Designer mit einzigartigen Modellen, die bei den Schauen, die Frauen im Publikum zum Träumen bringen und so ist man gespannt was bei der nächsten Schau präsentiert wird.

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