Die Geschichte der Modeillustration
Unter Modeillustration bezeichnet man das künstlerische gestalten zeitgenössischer und historischer Kleidung, durch Zeichnung, Malerei oder Collage. Modeillustration stammt aus dem lateinischen Wort Modus Art ab und bedeutet erleuchtet, erklären, preisen. Solche Illustrationen kann man gut in ein Fotobuch packen. In einem Fotobuch sind die Zeichnungen als Foto für immer festgehalten. So ein Fotobuch bildet eine schöne Erinnerung an die ersten Gehversuche als Designer. Jedes Fotobuch ist auch ein Unikat, da es individuell mit den eigenen Fotos gestaltet wird. Als Designer ist es unverzichtbar, wenn man seine Illustrationen für die Ewigkeit festhalten möchte.

Bereits zu beginn des 16. Jahrhunderts erschien die erste Modezeitschrift mit vielen Modeillustrationen und lösten Faszinationen und Sammlertriebe aus. Besonders erblühte die Modeillustration unter Ludwig XIV. Dieser trug nur das modernste und extravaganteste Kleidungsstück der Zeit. Die Designer mussten sich stets neue, kreative Modelinien einfallen lassen und präsentieren. Einige Weltreisende haben schon am Anfang des 16. Jahrhunderts aus ihren fernen Reisezielen, Zeichnungen von Menschen in Trachten und Kleidern eingeführt. Einige bekannte Illustratoren waren Paul Iribe, Paul Poiret, Christian Berard oder Ruben Toledo. Zur klassischen Modeillustration verwendet man häufig Kohle,- Öl oder auch Kreidestifte, sowie diverse Techniken unter anderem auch die Wischtechnik.

Moderne Modeillustration als Zeichnung oder Fotografie?

In den 50`er Jahren übernahm die fotografische Illustrierte kurzzeitig die Modeszene. Es wurde immer mehr fotografiert und abgedruckt. Doch das charakterliche an einer Skizze konnte von einem Foto oder auch Standbild nicht nachgestellt werden. Der Unterschied einer Modeillustration zu einer Fotografie ist leicht zu erkennen. Fotos bilden das Kleidungsstück ab, die Skizze hingegen stellt das Kleidungsstück dar und lädt zur träumerischen Vorstellung des Kleidungsstückes bewusster ein. Im Zeitalter der Computertechnik verwendet man die digitalen Bildbearbeitungsprogramme für Modeillustrationen. Spezielle PC-Software ermöglichen ein naturgetreues entwickeln von Modeillustrationen, die dem handgefertigtem Produkt sehr ähnelt. Um Modeillustrationen professionell fertigen zu können, benötigt man die Ausbildung zum Modedesigner in einer Akademie, Berufsfachschule oder Universität. Der Beruf ist eine geschützte Berufsbezeichnung und erfordert ein Studium in dem Bereich Modedesign. Das Studium dauert meist zehn Semester und beinhaltet Kunstgeschichte, Fertigungstechnik, Design und Gestaltung. Jeder Künstler hat seine eigene Stilrichtung und Technik, die er in Probezeichnungen vorlegen muss. Deren Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Schwarz-Weiß Zeichnungen, sowie auch farbige Skizzen sind unabdingbar in der Mode,-und Designszene.

Ein Vorteil der digitalen Bildbearbeitung ist die Schnelligkeit der Illustrationsgestaltung und das bessere konservieren der Skizzen. Bilder die von Hand gefertigt und liebevoll gezeichnet wurden können nach einigen Jahren verblassen oder ergrauen. Einige moderne Modedesigner sind Karl Lagerfeld, Jette Joop und Jil Sander. In den 90`er Jahren wurden die moderne Modetrends aus verschiedenen Kulturen gemixt. Gerade in den Zeichnungen entstehen so variable Kreationen die meist farbenfroh und fröhlich wirken. Schon seit langem ist die Modeillustration weit über die Landesgrenzen genutzt und dargestellt worden, indem die Modezeichner und Models die Vorteile einzelner Länder und Kontinente für sich gewonnen haben. Gern wird die warme Karibik für Bademode genutzt oder die Alpenwelt für Skimode entwürfe bereist.

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